1264- heißt unser Dorf Burchwinden, andere Urkunden bezeichnen die Wendenburg als Windenburg denn der Bergzug liegt an der Windung des Hirschbaches am Burgwendener Paß.

um 1380- im Verzeichnis des Erfurter Augustiner- Ordens erscheint unser Ort als "Borchwende"

auch im 13.Jahrhundert- wurde die Kirche St. Laurentius erbaut, die erst nur aus dem Turm bestand

1618-1848- stand die Ruine der Kapelle auf der Monraburg, die im 30-jährigen Krieg zerstört wurde.

1713- wurde die Kirche von Burgwenden mit den Steinen von der Kapelle der Monraburg vergrößert, es wurde das Kirchenschiff angebaut.

1782- wurde wahrscheinlich zum erstenmal der Kirchturm saniert, so belegen es die alten Schriften aus dem Turmknopf.

1865- wurde der Turm das zweite Mal saniert

 

 

1918- im ersten Weltkrieg sind 18 junge Männer als Soldaten gefallen

Burgwenden erhielt über die 1914 eingeweihte Bahnstrecke Kölleda – Laucha/Unstrut (Finnebahn) mit dem Bahnhof Großmonra/Burgwenden Anschluß an das wachsende öffentliche Verkehrsnetz jener Zeit.
 

Seit 1916 hat Burgwenden keine eigene Pfarrstelle mehr.
 

1919- wurde in Burgwenden das Kinderheim gegründet.
 

Im Januar 1921 wurde für ein Gedenkstein, zu Ehren der Gefallenen des 1. Weltkrieges gesammelt, hier kam eine Summe von 5936,- Mark zusammen

Am 5.5.1934 fand in Burgweden eine feierliche Glockenweihe statt (2 Bronzeglocken, gegossen von Fa. Franz Schilling & Sohn, Apolda).
 

Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges, am 11.4.1945, in den frühen Morgenstunden rückten deutsche Soldaten ins Dorf, um es zu verteidigen. Dann kamen die amerikanischen Tiefflieger, die ihr Feuer auf Burgwenden eröffneten. Sie setzten fünf Höfe in Brand: Hugo Rothe, Rudi Fuhrmann (später Reifenstein), Richard Bastian, Oskar Flemming und Adelbert Groll.
Es brannten die Ställe und Scheunen nieder. Das Vieh hatte man so gut es ging aus den Ställen herausgetrieben. Es lief durch die Gegend, Die meisten jungen Männer waren noch im Krieg und nur einen Feuerwehrspritze gab es zum Löschen. Man hatte nicht viele Chancen, etwas zu retten. Es brannte alles nieder. Die Tiere fing man dann wieder ein und stellte sie bei anderen Bauern und im Stall der Gastwirtschaft Schmidt unter. Die Tiere hatten aber fast alle Rauchvergiftung und starben noch danach.
 

Über 200 Flüchtlinge haben mit Ende des 2. Weltkrieges vorübergehend oder für immer in Burgwenden ein neues Zuhause gefunden. Ein Beispiel, wie viel Bewohner im Haus Löhmer Aufnahme gefunden haben: Herr und Frau Gitschel, ausgebombte Berliner (1944), Frau Wilhelm und zwei Töchter (1945), Frau Deichhardt und eine Tochter und zwei Söhne (1946), Flüchtlinge aus der Ukraine mit Kind (1944/45), Familie Schumann, 4 Personen (1953), Familie Pech mit 3 Personen. Von der Grenze Altmark Familie Tornau (2 Personen). Aufgeschrieben von Christa Reifenstein, geb. Löhmer.
Noch immer hier beheimatet sind die Nachkommen der Familie Kolata, der Familie Liehmann, Nierich, Aschenbrenner und Hartinger (Riese).
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Auszüge aus dem Bericht des ehem. Lehrers Gerhard Langer von 1957:
1945 wurde Graf von Werthern-Beichlingen wie alle übringen Großgrundbesitzer enteignet und die Ländereien verteilt. Die ehemalige Gräflich Werthersche Oberförsterei wurde 1945 Kreisfortsamt und dieses ist 1952 aufgelöst und nach Ziegelroda verlegt worden. Später befand sich eine Forstschule in den Gebäuden.
1947 wurde die Finnebahnstrecke aufgrund Reparationsleistungen an die UdSSR abgebaut (zunächst bis Lossa, später bis Bad Bibra). Das Fehlen dieses Verkehrsmittels ist für die Bevölkerung sehr unangenehm, zumal ein Mietauto nach Kölleda 10 DM kostet.


1950 ist unser Dorf keine selbstständige Gemeinde mehr; es bildet mit Großmonra und Backleben eine Großgemeinde mit Sitz des Bürgermeisters in Großmonra.
Der ehemalige Kreis Eckartsberga, zuletzt Kreis Kölleda genannt, ist 1952 aufgelöst worden. Unsere Gemeinde gehört nunmehr zum Kreis Sömmerda und mit diesem zum Bezirk Erfurt.
Auch Burgwendener nahmen in Sömmerda am gescheiterten Volksaufstand vom 17.06.1953 teil. Trotz des Eingreifens der Sowjetarmee ist es Gott sei Dank zu keinem Blutvergießen gekommen.
Seit ca. 1950 wird das große Waldgebiet der Schmücke und Hohen Schrecke von Truppen der Sowjetunion als Übungsplatz genutzt und ist für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Es wird berichtet von täglichen Schießübungen und Zerstörungen durch russische Panzer. Das Sperrgebiet begann im Hirschbachtal am Weißen Weg. Bis zum Abzug der Truppen der Westgruppe nach 1990 war das Gebiet für die Burgwendner gesperrt.

 

1956- ist auf der Monraburg ein fast 60 m hoher Holzturm errichtet worden, der weithin sichtbar ist, und als Vermessungspunkt dient.

Vom 14.7.1956 zum 15.7.1956 hatte es während der ganzen Nacht in Strömen geregnet, sodass der schon angeschwollene Hirschbach die Wassermassen nicht mehr zu fassen vermochte. Alle Brücken im Ort wurden überschwemmt.
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